Komisch: Kamera aus den 40ern schon 1920 im Einsatz

Schöne Großformatkamera. Komplett mit Kalart Rangefinder und Solenoid (Magnetschalter) am Supermatic-Verschluss. Ich habe auch so eine. 🙂

Ich freue mich immer, wenn ich in einem Film eine schöne Kamera im Einsatz sehe. So wie jetzt gerade in „Der Club der singenden Metzger“ im Ersten.

Da ließ der schwäbische „Master Butcher“ Fidelis ein Foto vor seinem Laden in Argus machen, um einen Abzug nach Hause zu schicken. Oben sieht man den Lichtbildner bei der Arbeit.

 

Trichinen aller Länder, vereinigt euch. Den Spitzpaprika hatte er bestimmt von der ungarischen Bestatterin…

Man sieht aber auch sehr deutlich: Das von ihm verwendete Modell gab es 1920 noch gar nicht. Es handelt sich um eine Graflex Speed Graphic aus den 40er Jahren – eine Pacemaker 4×5″.

Mit etwas Mühe wäre sicher eine Top Handle Speed Graphic aufzutreiben gewesen. Die gab es von 1912 an und hätte zeitlich gepasst.

 

Seitenansicht der Graflex. Man hat sie auf ein Säulenstativ montiert, das aber mit dem modernen Schwenkkopf ebenfalls etwas anachronistisch aussieht.

Zweite Panne: Vom Stativ sieht man nicht wirklich viel, aber wenn ich raten sollte, würde ich sagen: Berlebach Gigant oder sowas in der Art. Auf jeden Fall ganz sicher auch nicht aus den 20er Jahren.

Aber wahrscheinlich haben sich die Ausstatter gedacht: Scheiß drauf. Merkt eh kein Mensch…

Andere Merkwürdigkeiten waren eher inhaltlicher Natur. Anal kopulierende schwule Lakota sieht man auch nicht alle Tage. Darf das überhaupt? Hat doch sicher eine geharnischte Beschwerde der First Nations beim Rundfunkrat gegeben, oder nicht?

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